Eine Squeezepage dient im Grunde genommen dazu, an die E-Mail-Adresse eines potentiellen Kunden zu kommen. Der Name kommt aus dem Englischen und bedeutet frei übersetzt so viel wie: „Eine Internetseite, auf der Sie einem Interessenten seine Email-Adresse herausquetschen“. To squeeze = auspressen, ausquetschen.

Warum eine Squeezepage auch heute noch (Update 2017) ein wichtiger Teil einer effektiven Internet-Marketing-Strategie ist, sehen wir uns in diesem Artikel genauer an.

Lassen Sie uns zuerst die Frage klären:

Was ist eine Squeezepage?

Eine Squeezepage wird auch als „E-Mail-Einsammel-Seite“ oder „Opt-In-Seite“ bezeichnet. Das ist ihr einziger Zweck. Das Einsammeln von E-Mail-Adressen von Menschen, die an dem Produkt oder der Dienstleistung, die ich anbiete, Interesse haben könnten.

Sie bauen sich mit Hilfe einer Squeezepage also eine E-Mail-Liste auf. Diese E-Mail-Liste wird in einem Autoresponder gespeichert und verwaltet. Mit dem Ziel, die Menschen in der E-Mail-Liste mit gezielten E-Mail-Marketing-Kampagnen vom Interessenten zum Kunden zu machen.

Wofür ist eine Squeezepage gut?

Eine Squeezepage ist nicht dazu gedacht, direkt Geld damit zu verdienen, sondern sie ist meist der Anfang eines Salsesfunnels, also eines Verkaufstrichters.

Ein typischer Salesfunnel funktioniert folgendermaßen:

Schritt 1

Ein Interessent trägt sich auf Ihrer Squeezepage in Ihre E-Mail-Liste ein. Dafür bieten Sie ihm ein kostenloses Geschenk an. Das kann etwa ein kurzer Report sein, ein E-Book, ein Video, eine Checkliste, ein mehrteiliger E-Mail-Kurs … was auch immer.

Schritt 2

Von da an können Sie Ihrem Leser – rechtlich abgesichert – weitere E-Mails schicken. Entweder einen regelmäßig erscheinenden Newsletters, oder eine gezielte, automatisierte Autoresponder-Serie, die den Leser Schritt-für-Schritt vom Interessenten zum Kunden macht.

Schritt 3

Wenn Sie alles richtig machen, kauft ein Teil der Leser, die sich in Ihre Liste eintragen Ihr Produkt. Oder ein von Ihnen empfohlenes Produkt, wofür Sie dann Provisionen bekommen. Genauso können Sie mit dieser Strategie auch Kunden für Ihre Dienstleistung gewinnen.

So ein Salesfunnel macht definitiv Sinn. Und das Beste … sobald Ihr Funnel einmal eingerichtet ist, können Sie alles automatisieren. Das heißt, von der Lead-Generierung (also dem Einsammeln von E-Mail-Adressen) bis hin zum Verkauf passiert alles vollautomatisch. Sie brauchen im Prinzip nur noch dafür sorgen, dass laufend neue Leads in Ihren Funnel kommen.

Natürlich ist das eine sehr vereinfachte Darstellung eines Salesfunnels. In der Praxis ist das schon um einiges komplexer.

Ich will Ihnen damit nur zeigen, wofür eine Squeezepage gut ist.

Was ist der Unterschied zwischen einer Squeezepage und einer Landingpage?

Eine Squeezepage hat den alleinigen Zweck, die E-Mail-Adressen von Besuchern und Interessenten einzusammeln. Und vielleicht noch seinen Namen.

Auf einer Squeezepage wird nichts verkauft, es gibt keine Navigation und keine Links zu anderen Seiten. Der Besucher hat nur 2 Möglichkeiten:

Entweder er trägt sich in die E-Mail-Liste ein oder er geht wieder.

Eine Landingpage kann auch andere Ziele verfolgen, als nur die E-Mail-Adresse des Besuchers zu bekommen. Mit einer Landingpage können Sie zum Beispiel auch:

R
Ein Affiliateprodukt bewerben (das Ziel der Landingpage ist in diesem Fall der Klick auf den Link)
R

Eine direkte Kontaktanfrage generieren

R
Ein Like für Facebook oder Fans für Ihre Fanpage bekommen
R
Ein eigenes Produkt verkaufen (dann ist die Landingpage eine Verkaufsseite)
R
Eine Anmeldung für ein Webinar generieren

Eine Landingpage ist folglich jede Seite, auf der ein Besucher nach einer bestimmten Aktion „landet“.

Etwa nach dem Klick auf eine bezahlte Anzeige, nach dem Klick in einer E-Mail, nach dem Klick auf einen Social Media Post usw.

Deshalb auch der Name „Landingpage“. Also eine Seite, auf der jemand landet. Nicht zufällig, sondern gewollt.

Man kann es auch so ausdrücken …

Alle Squeezepages sind Landingpages. Aber nicht alle Landingpages sind Squeezepages.

Ein weiterer Unterschied ist: Squeezepages sind in der Regel kurz. Mit einer überzeugenden Headline, dem wichtigsten Nutzen für die Besucher, einigen Bulletpoints mit den größten Vorteilen und einem Formular zum Eintragen der E-Mail-Adresse.

Die Kunst ist, in wenigen Worten Ihre Besucher davon zu überzeugen, dass Sie Ihr kostenloses Angebot unbedingt haben müssen. Das kann per Text oder per Video geschehen.

Eine Landingpage kann dagegen länger sein. Das kommt immer auf das Ziel an. Wenn Sie direkt etwas verkaufen wollen, dann brauchen Sie fast immer einen längeren Verkaufstext.

Natürlich sind die Grenzen zwischen Landingpage und Squeezepage fließend. Ich habe auch schon Squeezepages mit 3 bis 4 Seiten Text geschrieben, die wunderbar funktioniert haben.

Betrachten Sie diese Unterschiede deshalb eher als Richtlinien, denn als Gesetze.

Eines haben Landingpages und Squeezepages gemeinsam …  es gibt auf der Seite keine Navigation, keine Sidebar, und keine Links zu anderen Seiten (außer, das Ziel ist der Klick auf diesen Link).

Also alles, was den Besucher vom eigentlichen Ziel ablenkt, sollte vermieden werden. Einzige Ausnahme, ein Link zum Impressum. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Aber es genügt, wenn Sie ihn unscheinbar am Ende der Seite  unterbringen.

 

Wie sieht eine Squeezepage aus?

Eine typische Squeezepage besteht aus verschiedenen Elementen. Wie in der folgenden Grafik dargestellt.

Headline

Auch bei einer Squeezepage ist das wichtigste Element eine Headline mit einem großen Versprechen.

Sub-Headline

Sagen Sie Ihrem Besucher genau, was er von Ihnen bekommt und was er davon hat.

E-Book-Cover oder Foto von Ihrem Gratisangebot

Ihr Interessent soll sehen, was er bekommt.

Einleitender Text

Erzählen Sie Ihrem Besucher kurz, warum er Ihr Gratisangebot anfordern soll.

Bulletpoints

In Form von Bullets stellen Sie die wichtigsten Vorteile dar.

Handlungs-Aufforderung (Call-to-Action)

Sagen Sie Ihrem Besucher nochmal, was genau er tun muß, um Ihr Gratis-Produkt zu erhalten.

Opt-In-Formular

Sie brauchen ein Formular, indem Ihr Leser seine Email-Adresse und optional seinen Vornamen eingeben kann. Je weniger Daten er eingeben muss, desto besser.

Button

Beschriften Sie auch den Button mit einer spezifischen Anweisung. Also nicht „Hier klicken“, sondern „Jetzt anfordern“ oder „Ja, ich will das Gratis-E-Book“.

Trust-Element

Unter dem Button sollten Sie noch einen Hinweis anbringen, dass Sie Daten Ihres Lesers vertraulich behandelt werden.

Social Media Icons

Geben Sie Ihren Besuchern auch die Möglichkeit, Ihre Seite in den sozialen Netzwerken zu teilen. Ein Like bei Facebook, ein Tweet oder ein Gefällt mir bei Xing können Ihnen weitere Interessenten auf Ihre Squeezepage bringen.

Wie kann ich selber eine Squeezepage erstellen?

Eine Squeezepage erstellen mit WordPress ist relativ einfach. Selbst wenn Sie keine Erfahrung mit Webdesign haben.

Es gibt heute jede Menge WordPress-Themes und WordPress-Plugins zum Erstellen von Squeezepages, Landingpages, Salespages und jeder anderen Webseite, die Sie für Ihre Internetmarketing-Geschäfte brauchen.

Mein persönlicher Favorit ist ProfitBuilder

ProfitBuilder ist ein WordPress-Theme und Plugin, mit dem Sie von einfachen Squeezepages bis hin zu komplexen Salesfunnels alles machen können, was Sie für ein Online-Business brauchen.

Ich finde, es ist auch für Einsteiger perfekt geeignet. Weil es nach einer kurzen Einarbeitungszeit wirklich einfach zu bedienen ist und Möglichkeiten bietet, die Sie mit einem „normalen“ WordPress-Theme nicht haben.

Mit ProfitBuilder bekommen Sie gleichzeitig jede Menge fertiger Squeezepage-Templates. Die können Sie mit einem Klick installieren und brauchen Sie nur noch an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Und mit einem einmaligen Preis ab 67 $ ist ProfitBuilder auch noch extrem günstig.

Machen Sie es von Anfang an richtig und holen Sie sich ein professionelles Tool zum Erstellen von Squeezepages. Das wird Ihnen im Endeffekt sehr viel Zeit, Geld und Ärger ersparen.

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Was brauche ich sonst noch, um mit einer Squeeze Page Geld zu verdienen?

Sie sammeln also mit Hilfe Ihrer Squeezepage E-Mail-Adressen. Die Frage, die sich an dieser Stelle aufdrängt ist: „Was mache ich jetzt damit?“ oder „Wie geht es jetzt weiter?“

Eine Squeezepage alleine reicht nicht, damit Sie Geld im Internet verdienen können. Sie brauchen zusätzlich noch:

1. Ein Freebie. Auch Opt-In-Geschenk oder Lead-Magnet genannt

Die Besucher Ihrer Squeezepage tragen sich ja nur dann in Ihren E-Mail-Verteiler ein, wenn sie sich davon etwas Nützliches erwarten. Eine simple Aufforderung wie: „Tragen Sie sich in unseren Newsletter ein um interessante Neuigkeiten zu erhalten“ reicht bei Weitem nicht aus.

Die Menschen sind sehr skeptisch. Niemand wird Ihnen seine E-Mail-Adresse anvertrauen, wenn Sie ihm nicht einen außergewöhnlichen Nutzen im Gegenzug anbieten.

Das heißt, Ihr Gratis-Produkt muss einen echten Wert für Ihre Zielgruppe haben. Im besten Fall lösen Sie damit ein konkretes Problem. Damit schaffen Sie Vertrauen. Und das ist die allerwichtigste Basis für eine Beziehung mit Ihren Lesern.

2. Einen Autoresponder

Ein Autoresponder ist eine E-Mail-Marketing-Software. Die brauchen Sie unbedingt, denn erst in Kombination mit einem professionellen Autoresponder macht eine Squeezepage Sinn.

Diese Software speichert die E-Mail-Adressen der Menschen, die sich in Ihre Liste eintragen. Fordert jemand Ihr Freebie an, schickt ihm der Autoresponder automatisch eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den der Leser anklicken muss. Das ist rechtlich notwendig, damit Sie ihm später weitere E-Mails zuschicken können.

Nach dem Klick auf diesen Bestätigungslink kommt der Leser auf eine Download-Seite, wo er sich sein kostenloses Geschenk herunterladen kann. Von nun an können Sie ihm, vollständig automatisiert, weitere Nachrichten, Angebote und Empfehlungen schicken.

Tipp: Bei der Wahl des Autoresponders sollten Sie gleich von Anfang an auf ein professionelles Tool setzen. Nichts ist ärgerlicher, als später festzustellen, dass die verwendete E-Mail-Software die benötigten Anforderungen nicht erfüllt.

Ich empfehle Ihnen Klick-Tipp

Klick-Tipp ist ein deutschsprachiger Autoresponder, der sowohl für Anfänger als auch Profis geeignet ist. Er bringt alles mit, was Sie jemals für Ihr E-Mail-Marketing brauchen werden.

3. Ein Produkt, das Sie verkaufen können

Geld können Sie nur dann verdienen, wenn auf der anderen Seite jemand bereits ist, es für ein nützliches Produkt oder für eine Dienstleistung auszugeben. Logisch.

Sie brauchen also etwas, das Sie den Menschen in Ihrer E-Mail-Liste anbieten können. Entweder ein eigenes Produkt oder ein Produkt von jemand anderem, der Ihnen eine Provision für jeden erfolgreichen Verkauf bezahlt.

Wenn Sie erst anfangen, empfehle ich Ihnen unbedingt die zweite Methode – Affiliatemarketing. Weil Sie damit praktisch sofort Geld verdienen können, ohne erst monatelang ein eigenes Produkt erstellen zu müssen.

Affiliatemarketing ist immer noch der einfachste und schnellste Weg, um im Internet Geld zu verdienen. Und, was vielleicht noch wichtiger ist, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Wollen Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie mit einer Squeezepage und Affiliatemarketing Geld im Internet verdienen können?

Fazit

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesem Artikel die Frage „Was ist eine Squeeze Page?“ beantworten.

Egal, ob Sie gerade erst ins Internetmarketing einsteigen oder schon Erfahrung haben … früher oder später werden Sie eine Squeezepage brauchen, wenn Sie Geld im Internet verdienen wollen.

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