Peer Wandiger hat auf seinem Blog „Selbstständig im Netz“ zu einer Blogparade aufgerufen. Thema: “Blogs in Zeiten von Twitter, Facebook und Co.”

Die Frage: „Graben die neuen Social Media Anwendungen, wie Twitter, Facebook, Google Wave und Co., den Blogs das Wasser ab? Sind Blogs Auslaufmodelle?“ dürfte für jeden interessant sein,  der Geld im Internet verdienen will.

Diese Frage pauschal zu beantworten, ist wohl nicht möglich. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen diesbezüglich gemacht, und deshalb finde ich es gut, dass im Rahmen dieser Blogparade hoffentlich viele verschiedene Sichtweisen auf das Thema aufgezeigt werden.

Tatsache ist, niemand, der in irgendeiner Form Geld im Internet verdienen will, kommt früher oder später an den Themen Social Media, Social Bookmarking usw. vorbei. Zwangsläufig.

Meine persönliche Antwort auf die Frage: „Nein, ich glaube nicht, dass Social-Media-Anwendungen den Blogs das Wasser abgraben können.“

Das Web lebt von nützlichen Inhalten und Menschen werden immer nach Antworten auf ihre brennenden Fragen suchen. Und diese Antworten finden sie oft auf gut geschriebenen Blogs zum jeweiligen Thema.

Ich persönlich lese hundertmal lieber einen guten Artikel auf einem Blog, als mich durch unzählige Social-Media-Seiten zu kämpfen, um die für mich wichtigen Informationen zu finden.

Wenn ich mir Blogs wie Selbstständig im Netz ansehe, dann weiß ich, hier steckt ein Mensch dahinter, der Ahnung von dem Thema hat, das mich interessiert. Von dem ich was lernen kann und bei dem ich immer wieder nützliche Informationen finde.

Ich sehe diesen ganzen Social-Media-Kram eher als Marketing-Instrument und als Mittel zum Zweck, denn als Quelle für Informationen. Und ganz ehrlich gesagt, kann ich diesen ganzen Rummel um Twitter, Facebook und Co. nicht ganz verstehen.

Klar, ich selber nutze diese Seiten auch. Mit Twitter mache ich den einen oder anderen Leser auf meine Seite aufmerksam. Aber ich sehe absolut keinen Sinn dahinter, wenn ich 5000 Leuten auf Twitter folge. Ich bin bei der Wahl der Menschen, denen ich folge, sehr kritisch.

Leute, die 15-mal am Tag twittern und mich auf irgendwelche dubiosen Schnell-Reich-Werden-Seiten leiten, fliegen bei mir rigoros raus.

Ganz ehrlich gesagt, blicke ich bei dem Thema Social Media nicht ganz durch. Welchen Sinn macht es für mich als kleinen Ein-Mann-Internetunternehmer, wenn ich bei hunderten sozialen Netzwerken angemeldet bin? Abgesehen vielleicht von ein paar Backlinks.

Offen gestanden, nervt mich dieser Trubel sogar. Überall dieses Geschrei: „Um mitreden zu können, musst du heute bei diesem Dienst angemeldet sein, morgen bei diesem und übermorgen bei dem nächsten!“

Nein danke. Ich mag nicht. Ich kann und will meine Zeit nicht damit verplempern. Was bringt es mir, wenn ich 200 „Freunde“ bei Facebook habe, die ich nichtmal kenne? Welchen Vorteil bringt es mir und anderen, wenn ich bei Twitter der ganzen Welt erzähle, dass ich Durchfall habe?

Wenn ich einem Freund etwas zu erzählen habe, dann mache ich es auf die altmodische Art: Ich rufe ihn an 🙂

Für mich macht Social Media nur dann Sinn, wenn ich damit Menschen erreiche, die an meiner Marketingbotschaft interessiert sind. Ansonsten ist es für mich reine Zeitverschwendung. Zeit, die ich lieber dazu verwende, meinen Lesern einen Mehrwert zu bieten. In Form von sinnvollen und (hoffentlich) nützlichen Blogposts.

Wie gesagt, dass ist nur meine Meinung. Ich bin mir sicher, viele von Ihnen werden das ganz anders sehen. Darum freue ich mich auf interessante und aufschlussreiche Beiträge bei dieser Blogparade. Wer weis, vielleicht werde ich noch vom Gegenteil überzeugt 🙂

Wenn Sie auch etwas zu dem Thema zu sagen haben, dann machen Sie mit bei der Blogparade. Hier nochmal der Link: http://www.selbstaendig-im-netz.de/2009/10/21/blogs/blogparade-blogs-in-zeiten-von-twitter-facebook-und-co/

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