In den letzten Tagen habe ich versucht, ein paar gute Gratis-Ebooks zum Thema Geld verdienen im Internet zu finden, die ich Ihnen hier vorstellen kann. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass sich diese Aufgabe als so schwierig herausstellen sollte.

Bis vor ein paar Monaten habe ich fast ausschließlich englische Ebooks über Internet Marketing gelesen. Am amerikanischen Markt ist es kein Problem, hervorragende Informationen zu finden.

Mit ein bisschen Suche können Sie unter tausenden verschiedenen Titeln auswählen. Natürlich ist dort auch jede Menge Schrott dabei, aber im Vergleich zum deutschen Markt sind diese kostenlosen Ebooks wahre Goldgruben an nützlichen Informationen.

Was ich hierzulande gefunden habe, war teilweise erschreckend.

Sie wissen, ein Gratis Report oder Ebook dient dazu, an die Emailadresse des Lesers zu kommen, Vertrauen aufzubauen und ihn für einen späteren Verkauf sozusagen „aufzuwärmen“.

Diese Technik funktioniert, wenn es richtig gemacht wird. Viele versagen aber schon bei ihrem kostenlosen Angebot. Oder sogar schon bei der Landingpage. Und die Chance, später ein Geschäft zu machen, ist vertan.

Wenn mir aber jemand ein Gratis-Angebot macht, und die Informationen bringen mir was, bin ich durchaus gewillt, für weitere Informationen zu bezahlen. Aber der Autor, Verkäufer, Webmaster oder wer auch immer, muß sich mein Vertrauen erst verdienen.

Ich will Ihnen kurz ein paar Dinge aufzählen, die mich persönlich stören:

1. Schwer zu finden

Trotz stundenlanger Suche nach Gratis-Ebooks zum Thema Geld verdienen und Internet-Marketing habe ich fast nichts gefunden. Nach anderen Nischenthemen habe ich zwar nicht gesucht, aber es würde mich nicht wundern, wenn es in anderen Bereichen genauso schwer ist.

Ich denke in diesem Bereich hinken wir den Amerikanern noch etwas hinterher.

Tipp: Sehen Sie also zu, dass Ihr Gratis-Angebot auch gefunden wird. Machen Sie Ihre Keywordrecherche. Wonach suchen die Menschen in Ihrer Nische? Ihr Ziel sollte sein, möglichst weit vorne bei Google mitzumischen.

2. Furchtbare Homepage

Wenn ich auf eine Homepage komme, auf der es an allen Ecken und Enden blitzt und funkelt, und mir 25 verschiedene Schriftfarben und Größen entgegenschreien, ergreife ich sofort die Flucht.

Auch wenn man mir dort vielleicht irgendwo versteckt ein gutes  Angebot macht – bei einem derartigen Durcheinander kommt bei mir kein Funken Vertrauen auf.

Wenn Sie mit Ihrem Gratisprodukt eine Liste von interessierten Kontakten aufbauen wollen, brauchen Sie eine gute, professionell gestaltete Squeezepage. Wie eine solche aussehen sollte, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

3. Umständlicher Download

Ich will auf einer Squeezepage höchstens meinen Vornamen und meine Emailadresse eingeben. Meine Adresse und Telefonnummer gehen niemanden was an. Es schreckt mich einfach ab, wenn ich zu viele persönliche Details verraten soll.

Zu oft hört man von Betrügern und Abzockern, die Ihnen dann ein Abo unter die Nase halten, dass Sie gar nicht abgeschlossen haben.

Seien Sie deshalb vorsichtig, wieviele persönliche Daten Sie preisgeben.

Und verlangen Sie auf Ihrer eigenen Squeezepage nie mehr als den Vornamen und die Emailadresse.

Ein weiterer Punkt der mich persönlich stört ist der, dass der Download oft viel zu umständlich ist. Ich will mich nicht durch zehn verschiedene Seiten klicken, bis ich an das versprochene Ebook komme.

Machen Sie es Ihrem Interessenten deshalb so einfach wie möglich. Mit maximal drei bis vier Klicks sollte er Ihr Ebook runterladen können.

Die einfachste und effektivste Lösung hierbei ist, wenn Sie wie im letzen Artikel besprochen, mit einem Autoresponder und einer Danke-Seite arbeiten. Sie werden sich eine Menge Zeit und Kopfschmerzen ersparen.

4. Der Gratis Report ist Schrott

In den letzten Tagen habe ich einige deutsche Gratis Reports gelesen. Ein paar waren dabei, für die der Ausdruck Schrott noch ein Kompliment ist.

Echt erschreckend, welcher Dreck oft unter dem Namen Gratis-Report unters Volk gebracht wird.

Was soll ich mit einem zweiseitigen „Spezialreport“ anfangen, dessen Informationsgehalt dem einer leeren Bierdose entspricht?

Verstehen Sie mich nicht falsch. Es kommt nicht auf den Umfang, sondern auf den Wert der Informationen an. Wenn Sie mir einen zweiseitigen Report schenken, der mir nützlich ist, dann kommen wir vielleicht später ins Geschäft.

Geben Sie mir stattdessen aber nutzlose, oder noch schlimmer, falsche Informationen, dann werde ich mich aus Ihrem Newsletter ganz sicher schnell wieder austragen und niemals etwas von Ihnen kaufen.

5. Ein einziger Verkaufsbrief

Oft stellt sich so ein Gratis Ebook auch als getarnter Werbebrief dar. Da hab ich im Prinzip auch nichts dagegen, solange Sie mir die Informationen, die Sie auf Ihrer Webseite versprechen, auch liefern.

Es ist gängige Praxis, dass in einem Gratis Ebook Links zu einem bezahlten Produkt untergebracht werden. Oder zu einem Partnerprogramm. Auch das ist ok.

Aber ich habe schon Ebooks gesehen, indem auf jeder Seite fünf verschiedene Affiliatelinks untergebracht waren. Da vergeht mir die Lust zu lesen.

Deshalb übertreiben Sie es nicht mit Werbung. Setzen Sie Ihren Leser nicht unter Druck und versuchen Sie ihm nicht um jeden Preis etwas zu verkaufen. Das schreckt ab.

6. Schlechte Gliederung und fehlerhafte Grammatik

Auch das hab ich schon erlebt. Da freu ich mich darauf, wieder ein Schnäppchen ergattert zu haben, und dann muß ich mich durch eine völlig unstrukturierte Buchstabensuppe kämpfen.

Wenn ich eine Seite sehe ohne einen einzigen Absatz tun mir alleine schon vom Hinschauen die Augen weh. Und so ein Buch lese ich dann auch gar nicht.

Gerade wenn Sie ein Ebook schreiben, das am Bildschirm gelesen wird, ist es unheimlich wichtig, dass Sie es Ihrem Leser so leicht wie möglich machen. Gliedern Sie Ihren Text in Absätze und Zwischenüberschriften. Gönnen Sie den Augen Ihrer Leser eine Pause.

Auch ein Ebook das vor Rechtschreib – und Grammatikfehlern nur so strotzt empfinde ich als persönliche Beleidigung. Wenn sich der Autor nicht mal die Mühe macht, sein Werk selber Korrektur zu lesen oder lesen zu lassen, warum sollte ich mir dann die Mühe machen, es zu lesen?

Sie brauchen kein Deutschprofessor zu sein um ein Ebook zu schreiben. Bei so gut wie jedem Schreibprogramm ist eine Rechtschreibprüfung dabei. Und die Texte, die Sie schreiben, selber noch einmal durchzulesen, bevor Sie sie veröffentlichen, sollte selbstverständlich sein.

Denken Sie dran: Ihr Gratis-Produkt kann über Erfolg und Misserfolg Ihres Internet-Geschäftes entscheiden!

Es ist vielleicht der erste Kontakt zu einem potentiellen Kunden. Und wie auch im wahren Leben, ist der erste Eindruck oft der Wichtigste.

Der Grund warum Sie sich überhaupt die Mühe machen, ein Gratis-Ebook oder einen Report zu schreiben, ist letztendlich der, Vertrauen aufzubauen. Wenn Ihnen Ihr Leser vertraut und Sie als jemanden sieht, der Ahnung auf seinem Gebiet hat, wird es später viel leichter sein, ihm etwas zu verkaufen.

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