Nach vielen Stunden mühseliger Arbeit haben Sie es endlich geschafft – Ihre erste Webseite ist online. Sie lehnen sich entspannt zurück und warten nun darauf, dass Sie Ihr erstes Geld im Internet verdienen.

Aber nach ein, zwei Wochen kommt die Ernüchterung: Sie haben keinen einzigen Cent verdient! Nichts. Kein einziger Verkauf. Und der Traum vom Geld verdienen im Internet scheint zu platzen.

Verzweifeln Sie nicht. So geht es fast jedem, der neu im Internetmarketing-Business ist. Niemand wird über Nacht reich. Ein neues Geschäft braucht eine gewisse Anlaufphase, egal ob Sie eigene Produkte vermarkten oder Affiliatemarketing betreiben.

Folgend habe ich eine 10-Punkte-Checkliste zusammengestellt, die Ihnen helfen soll, dieses Problem zu lösen. Gehen Sie die Fragen der Reihe nach durch und Sie werden herausfinden, warum Sie mir Ihrer Seite kein Geld verdienen.

1. Gibt es überhaupt einen Markt für Ihr Produkt?

Sind Sie wirklich sicher, dass die Leute das Produkt oder die Dienstleistung, die Sie verkaufen, überhaupt wollen? Immer wieder machen hier Anfänger schon den ersten, entscheidenden Fehler. Sie GLAUBEN, dass sich etwas gut verkaufen wird, aber dann stellt sich heraus, dass niemand Ihr Angebot haben will.

Deshalb, der wichtigste Punkt überhaupt:    Machen Sie eine ausführliche Marktrecherche, bevor Sie ein Projekt beginnen. Wie Sie das anstellen, können Sie in dem Artikel „Lässt sich mit Ihrer Idee Geld verdienen?“ nachlesen.

2. Haben Sie genug Besucher?

Wenn Sie bis jetzt nur 100 Besucher auf Ihrer Homepage hatten, lässt sich schwer herausfinden, woran es liegt, dass niemand etwas kauft. Seien Sie geduldig.

Sie brauchen mindestens 1000 Besucher, um irgendwelche Schlüsse ziehen zu können. Wenn von 1000 Besuchern nicht ein einziger Ihr Angebot annimmt, dann stimmt etwas nicht. Entweder niemand will es haben, Ihr Verkaufstext ist zu schwach, der Preis ist zu hoch oder was auch immer.

3. Haben Sie zielgerichtete Besucher?

Auf der anderen Seite nützt Ihnen der massivste Besucheransturm nichts, wenn die Leute nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören. Wenn Leute, die von Akne geplagt sind, auf Ihre Homepage kommen, Sie aber ein Ebook zum Thema abnehmen verkaufen, werden Sie kein Geschäft machen.


Verwenden Sie deshalb nur Keywords, die Ihre Zielgruppe ansprechen. Ihr Angebot muß mit dem übereinstimmen, wonach Leute suchen, die letztlich auf Ihrer Webseite landen.

Außerdem sollten Sie herausfinden, woher Ihre Besucher kommen. Welche Keywords haben Sie bei Google eingegeben, damit Sie auf Ihre Seite aufmerksam geworden sind? Von welchen anderen Webseiten sind sie gekommen?

Das finden Sie am leichtesten mit Google Analytics heraus. Optimieren Sie Ihre Verkaufsseite auf die Keywords, die Ihnen die qualifiziertesten Besucher bringen.

Wie Sie herausfinden, wonach die Menschen in Ihrer Zielgruppe tatsächlich suchen, erfahren Sie in dem Artikel „Wie Sie mit Keyword Recherche einen lukrativen Nischenmarkt finden“.

4. Hat Ihre Webseite eine aussagekräftige Headline?

Die Headline, also die Überschrift auf Ihrer Webseite, entscheidet oft schon darüber, ob ein potentieller Kunde Ihre Verkaufsbotschaft liest oder sofort wieder weiterklickt. Wenn Ihr Besucher nicht innerhalb von 10 Sekunden weiß, was ihn auf Ihrer Homepage erwartet, ist er meist gleich wieder weg.

Die enorme Kraft einer aussagekräftigen Headline wird auch heute noch oft unterschätzt. Viele Webseitenbetreiber gehen davon aus, dass ein Besucher schon von alleine herausfinden wird, worum es hier geht.

Falsch! Sie müssen Ihrem Besucher einen Grund geben, warum er weiterlesen soll. Und das machen Sie am besten, indem Sie den größten Vorteil, den Ihr Angebot zu bieten hat, gleich in der Headline anpreisen.

5. Haben Sie einen guten Werbetext?

Im Internet verkaufen Sie nichts durch Ihre schönen Produktfotos, sondern einzig und allein durch Ihren Verkaufstext. Der Werbetext auf Ihrer Homepage ist Ihr 24-Stunden-Verkäufer.

Nur wenn Sie es schaffen, Ihrem Besucher Ihr Angebot so zu präsentieren, dass er das Gefühl hat, dass muß er unbedingt haben, werden Sie Geld verdienen. Viel zu oft scheitern wirklich gute Produkte an ihrem lausigen Werbetext.

Deshalb empfehle ich Ihnen unbedingt, entweder selber Werbetexten zu lernen, oder Ihre Texte von einem Profi schreiben zu lassen. Glauben Sie mir, der Erfolg oder Misserfolg Ihres Online-Geschäftes hängt zum größten Teil von Ihrer Verkaufsseite ab.

Einen Überblick über das Werbetexten finden Sie in der Kategorie Werbetexten hier auf diesem Blog.

6. Biete Ihre Seite zu viele Ablenkungen?

Wenn Sie nur ein einziges Produkt verkaufen, wie z.B. ein Ebook, dann stellen Sie sicher, dass Ihr Besucher durch nichts abgelenkt wird, was nicht Ihren Verkaufsprozess fördert.

Vermeiden Sie Links zu anderen Webseiten ebenso wie Google AdSense, Bannerwerbung für andere Produkte und zu viele bunte, blinkende Grafiken. Einzig eine Impressum-Seite und ev. ein Kontaktformular sind zulässig.

Geben Sie Ihrem Besucher nur zwei, maximal drei Optionen: Entweder kaufen, Kontakt zu Ihnen aufnehmen oder die Seite wieder verlassen.

7. Benutzen Sie Testimonials?

Testimonials sind die Meinungen zufriedener Kunden. Wenn Sie sich erfolgreiche Verkaufsseiten ansehen, werden Sie feststellen, dass die meisten davon Testimonials verwenden.

Nichts wirkt glaubwürdiger als die Meinung eines zufriedenen Kunden, die Sie in Ihren Verkaufstext einstreuen. Ihr Besucher kann sich damit identifizieren und glaubt einem Außenstehenden oft mehr, als Ihrem eigentlichen Verkaufstext.

Auch wenn die Versuchung große ist: Erfinden Sie NIEMALS ein Testimonial selber! Das ist strafbar, unethisch und wird sich im Endeffekt negativ auf Ihr Geschäft auswirken.

Wenn Sie bisher noch keine Testimonials haben, dann verschenken Sie einfach ein paar Exemplare Ihres Produktes und bitten im Gegenzug um die ehrliche Meinung des Kunden. So machen Sie sich nicht nur Freunde, sondern erhöhen auch Ihre Glaubwürdigkeit enorm.

8. Haben Sie eine starke Garantie?

Zerstreuen Sie die Einwände, die ein potentieller Kunde gegen den Kauf Ihres Produktes haben kann, durch eine starke Garantie. Sagen Sie Ihrem Leser, dass er absolut nichts zu verlieren hat, indem Sie ihm eine 100%ige Geld-zurück-Garantie geben, sollte er mit Ihrem Produkt nicht zufrieden sein.

Diese Technik funktioniert schon seit 100 Jahren im Direktmarketing. Und Sie funktioniert auch im Internetmarketing. Ihr Kunde muß sich sicher sein, dass er keinerlei Risiko eingeht, wenn er Ihr Angebot annimmt.

Ein Kunde kauft meist aus emotionalen Gründen. Und durch eine 100%ige Garantie rechtfertigt er sich selber gegenüber den Kauf, weil er weiß, er bekommt sein Geld wieder zurück, wenn das Produkt nicht hält, was der Verkaufstext verspricht.

9. Ist Ihr Preis zu hoch? Oder zu niedrig?

Der Wert eines Informationsproduktes, wie z.B. eine Ebooks, hängt letztlich von den Informationen ab, die es bietet. Jeder Kunde entscheidet für sich selber, ob das Produkt den Preis für ihn wert ist.

Den richtigen Preis zu finden ist nicht einfach. Setzten Sie zu hoch an, schreckt das sicher viele Menschen ab. Nur die wenigsten sind bereit, für ein Ebook mehr als hundert Euro auszugeben.

Auf der anderen Seite, wenn Sie für ein 150 Seiten starkes Ebook nur drei Euro verlangen, schrillen in Ihrem potenziellen Kunden die Alarmglocken. Ein so niedriger Preis wird ihm verdächtig vorkommen und er glaubt vielleicht, dass die Informationen nichts wert sind.

Die Preise für Ebooks bewegen sich meist so zwischen 7 und 50 Euro. Mit welchem Preis Sie am meisten Umsatz machen, können Sie nur herausfinden, indem Sie verschiedene Preise testen.

10. Ist der Bestellvorgang einfach?

Nur weil es Ihnen selber leicht fällt, sich in Ihrem Bestellsystem zurechtzufinden, heißt das noch lange nicht, dass es auch für andere einfach ist. Viele Ihrer Kunden werden eher unerfahrene Internet-Benutzer sein, die technisch nicht so versiert sind.

Um herauszufinden, ob Ihr Bestellvorgang benutzerfreundlich ist, bitten Sie einfach ein paar Freunde oder Bekannte, die nicht so erfahren im Umgang mit dem Internet sind, Ihr Produkt zu bestellen.

Schauen Sie ihnen über die Schulter und achten Sie darauf, ob und wo sie Probleme haben. Und dann beheben Sie diese so schnell wie möglich, denn Ihr durchschnittlicher Kunde wird an den selben Stellen straucheln.

Das sind also die 10 Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie mit Ihrer Webseite kein Geld verdienen. Wenn Sie alle Fragen mit JA beantworten können, bin ich mir sicher, dass Sie früher oder später auch Erfolg mit Ihrer Website haben werden.

Aber der kommt nicht über Nacht. Deshalb, haben Sie Geduld und geben Sie nicht zu früh auf.


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